Düsen
Ein moderner Dieselmotor spritzt Kraftstoff nicht einmal pro Arbeitstakt ein. Er tut es drei- bis siebenmal.
Zuerst kommen eine oder zwei Voreinspritzungen von 1–2 mm³. Dann die Haupteinspritzung. Und zuletzt oft eine Nacheinspritzung, die zur Regeneration des Partikelfilters dient.
Sie entzündet eine sehr kleine Kraftstoffmenge kurz vor der Haupteinspritzung. Das ergibt einen sanfteren Druckverlauf im Zylinder, wenn die Hauptmenge verbrennt.
Die Voreinspritzung macht den Unterschied zwischen einem modernen Dieselmotor und dem rüttelnden, dröhnenden Diesel der Achtzigerjahre. Ohne sie klingt der Motor, als sei etwas defekt — weil der Druckanstieg zu schroff wird.
1–2 mm³ sind eine verschwindend kleine Menge. Bei so kleinen Mengen macht sich schon eine Abweichung von wenigen Prozent deutlich bemerkbar — als Nageln, besonders im kalten Zustand.
Und hier liegt der Punkt: Eine Düse kann bei Volllast völlig korrekt liefern und trotzdem defekt sein. Der Fehler sitzt im kleinsten Prüfpunkt, wo die Reserve am geringsten ist.
Ein Prüfstand, der nur bei Volllast misst, findet das nie. Das Fahrzeug hat volle Leistung, die Fehlerspeicher sind leer — und trotzdem nagelt der Motor.
Wenn Ihr Fahrzeug stärker nagelt als früher — besonders bei Kaltstart und im Leerlauf — lohnt es sich, die Düsen messen zu lassen, bevor Sie Teile tauschen.
Wir prüfen an mehreren Punkten über den gesamten Betriebsbereich, genau um so etwas zu finden. Das kostet 250 DKK je Düse inkl. MwSt., und Sie erhalten die Messwerte schriftlich.